Fotos: Björn Othlinghaus
Fotos: Björn Othlinghaus

NEO PROG / ART ROCK from Dortmund

Gitarrist Roland Bischof und Bassist Andreas Kuhlmann kennen sich schon seit Anfang der 80er Jahre, als sie gemeinsam Musik studierten und in der Mensa zwischen Übeeinheiten und Vorlesungen ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik von Genesis, Yes, Pink Floyd und anderen Größen des gerade zu Ende gegangenen Jahrzehnts entdeckten.

Nach einer Pause von 30 "Jährchen" fanden sich die heutigen Mitstreiter zusammen, erste Gigs mit ausschließlich eigenen Songs wurden gespielt. Die Resonanz auf diese Konzerte beflügelte „Quiet Earth“, wie sich die Band fortan nannte, eine Studioproduktion in Angriff zu nehmen und ein Album zu veröffentlichen. „Wir haben keinerlei Rücksicht auf irgendwelche verkaufsfördernden Aspekte der aktuellen Musikszene genommen,“ berichtet Andreas Kuhlmann, der das Album produzierte und mischte. Roland Bischof bestätigt: „So wie es jetzt ist, wurde es, weil wir uns immer von unserem Geschmack und unseren Emotionen treiben ließen.“

 

Gut vier Monate später lag der Erstling vor. „Dragons & Butterflies“ ist Prog, aber auch Art-Rock. Klassik, doch auch etwas Metal - eine hochinteressante Melange aus vielen Stilen, die das musikalische Leben des Sextetts prägten. Die Einflüsse reichen von Richard Wagner, Claude Debussy über Alan Parsons, Beatles, Genesis bis zu Steven Wilson, Flower Kings oder Pat Metheny. 

Trotz des heterogenen Inputs gelang der Band ein eigenständiger und in sich geschlossener Crossover-Stil mit ausgefeilten Vocalarrangements, der in der stets nach neuen Erfahrungen dürstenden Progszene schon vor der Veröffentlichung auf überaus positiven Widerhall stößt. Vom wuchtigen und spektakulären Opener „The Apparition“ über „The Dragon“ (ein von Rocklicks geprägter Longplayer, der uns in die Welt von J. R. R. Tolkien entführt), „The Butterfly“ (eine proggig düstere Parabel über falsche Selbsteinschätzung), die eher kurzen und verspielten „Every Light Went Out“ und „My Dear Kate“, das sphärisch-elegante, eher dem Art-Rock verwandte „Pictures“ bis zu „Colours“, das in allen Farben des Progressive-Rock schimmert.

Top-Bewertungen in verschiedensten Progmedien (Babyblaue Seiten, Progarchives etc.) zeigen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.

 

Live erwartet die Zuhörer eine gut zweistündige Reise durch Fantasiewelten und spannende Kompositionen, getragen von sphärischen Klängen, gewürzt mit starken Melodien, getrieben von Rock- und Metalriffs. Wer weiß - vielleicht sehen wir uns bei einem der zahlreicher werdenden Konzert oder Festivals … 

 

„Wohin auch immer uns der eingeschlagene Weg führen mag, wir sind sehr froh darüber, diese Zeit und Energie aufgebracht zu haben“, bekennen die sechs "Proggies" unisono. Wir alle sind gespannt!